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Betäubendes Wissen

Er hatte mit I’thiel gesprochen. Seiner Nachricht gemäß war der Freund am verabredeten Ort erschienen. 
Lange saßen sie beieinander und redeten. Fasil teilte seine Vermutungen, die kein Wissen waren, mit ihm. Es tat ihm gut, seine Gedanken zu teilen. Die Last, sie allein zu denken, bedrückte ihn und dies zarte Band des Vertrauens zwischen ihm und I’thiel hatte etwas tröstendes. 
Zweifelsohne bedrückte I’thiel was Fasil ihm erzählte. Deutlich glaubte er dies erkannt zu haben. Er hatte dem Freund Bilder mit Worten gemalt, die dieser wohl kaum für möglich gehalten hatte. Doch Jurals Handeln schuf solche Bilder. 
Schließlich hatten sie sich über die Heimat unterhalten und noch immer spürte Fasil die Ohnmacht und die Verzweiflung, die aus diesen beiderseitigen Erinnerungen und Erzählungen resultierte. 
Fasil hatte I’thiel vom Zauber seines Onkels erzählt, der ihm die Flucht bescherte, angedeutet, was ihm hier so anders vorkam. Die Karten in der Bibliothek Mârlanthirs, die anderes zeigten, die unglaubliche Größe des Volkes der Edain, die Fasil unfassbar schien. 
Doc letztlich waren es die Worte über die Heimat selbst, die Fasil mit Angst und Verzweiflung erfüllten. I’thiel kannte nicht die Städte, die Fasil beschrieb. Wusste nichts davon, dass der Hohe Rat in Goledâr saß, von der Schönheit Lanthârs. Einzig Indâr kannte er, doch auch dies ergab, dass sie von zwei Orten, die nur den gleichen Namen zu tragen schienen, sprachen. 
Aber auch die Orte, über die I’thiel sprach, waren Fasil völlig unbekannt. Wie ein dumpfer Schlag traf Fasil jedes Wort des Freundes. Immer mehr verstärkte sich sein Eindruck fremd zu sein und er begann ernsthaft an seinem Denken und Fühlen zu zweifeln. 
Er ritt wie betäubt zurück. All sein Denken vermochte er nicht zu ordnen. 
I’thiel hatte die Frage heraufbeschworen, die Fasil sich bisher nicht ernsthaft gestellt hatte. Viel des Unbekannten erklärte sich damit. Unter anderem jene Stadt Mârlanthir, von der er nie gehört oder auch nur gelesen hatte, die unglaubliche Größe des Volkes der Edain, die Landkarten, die andere Landmassen und Orte aufzeigten. Nun aber, da er wusste, dass I’thiel nichts von alldem aus seiner Heimat wusste und umgekehrt auch Fasil seine Beschreibungen wie fremde Erzählungen vorkamen, stellte er sich die Frage, die bisher nur sein unbewusstes Denken heimgesucht hatte. 

Wo war er durch seines Onkels Magie angekommen und von wo kam er?

 

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