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Das Feuer prasselte knisternd im Kamin und Stimmen
der Anwesenden erfüllten den Schankraum. Cil saß in der Nähe des
Feuers und hing ihren Gedanken nach, während ihr Blick auf den
zuckenden Flammen lag.
Sie dachte an die anderen, die das gleiche Wams trugen wie sie selbst.
Da war zuerst einmal Sareene, die Magierin aus Stormwind, mit der sie
diese Gemeinschaft geschaffen hatte. Inzwischen eine gute Freundin und
doch immer wieder von Tagen heimgesucht, da sie verändert wirkte. Sie
wusste um den Beinamen, den ihr manche Adepten der Magierzunft verliehen
hatten und konnte nicht umhin, Wahrheit in diesem zu erkennen. Sareene,
die Zerrissene. Er war wahrlich passend, wenn sie darüber nachsann.
Einen Tags war die Magierin ausgeglichen, freundlich und warmherzig,
anderntags aber kühl, verschlossen, manchmal gar abweisend. Die Götter
mochten wissen, was in dieser Frau vorging, wo ihr Geheimnis lag und
welche inneren Kämpfe sie führte.
Vielleicht würde sie, Cil, es eines Tages erfahren.
Circe, eine Frau, die ebenfalls mit den Mächten der Magie hantierte,
wenngleich sie gänzlich andere Wege beschritt als Sareene. Zumindest
soweit Cil sich darin auskannte. Man bezeichnete Frauen wie Circe wohl
als Hexe, denn sie nutzten Magie, die vielen Menschen nicht geheuer war.
Wirklich viel wusste sie über Circe nicht, aber bisher konnte sie
nichts Schlechtes an ihr entdecken und auch die Erkundigungen, die sie
eingeholt hatten waren nicht unauffällig. Erkundigungen, die se stets
über ein neues Mitglied einholte, auch wenn Sareene es als nicht anständig
bezeichnete.
Die Elfen waren ihr manchmal ein wahres Rätsel. Vion und Danelai, die
sich selbst als Seelenschwestern bezeichneten hätten unterschiedlicher
nicht sein können. Vion, neugierig und offen auf jeden zugehend, während
Danelai eher zurückhaltend, allem fremden gegenüber abweisend ihr
Leben führte. Dennoch kam sie gut aus mit den Beiden und selbst Danelai
gab sich den Frauen in ihrer Gemeinschaft gegenüber freundlich und
offener als jedem anderen Wesen.
Cil trank einen Schluck von dem dampfenden Gebräu im Becher und wurde
unvermittelt aus den Gedanken gerissen. Ein Stuhl flog, ein Bierkrug
folgte und die Stimmen um sie herum wurden laut.
Ihr Blick fing eine Gruppe von Zwergen auf, die sich ohne Zweifel gerade
daranmachten, eine andere Gruppe von Menschen anzugehen. Eine dieser
immer wieder vorkommenden Streitigkeiten zwischen den Völkern war
offenbar eskaliert und schon jetzt bedauerte sie den Wirt, der
verzweifelt aus Angst um sein Inventar zu schlichten versuchte.
Es krachte laut, Holz zerbarst und einer der Tische, der einen
fliegenden Mann auffing, den eben ein Zwerg zu diesem Flug verholfen
hatte, zerbrach unter der Last.
Wildes Geschrei entkam den Kehlen und Cil beschloss zu Gehen, solange
sie noch die Gelegenheit dazu bekam.
Hier war erst einmal nicht mehr an Ruhe zu denken.
Sie wich einem Humpen aus, der sich in ihre Richtung verirrte und hinter
ihr an einem Hirschgeweih zu Bruch ging. Dem Kerl vor sich, der gerade
mit einem Stuhl einem Zwergen eins überbraten wollte, gab sie einen
Tritt, so dass er in mitten das Gewühl geriet und seinen Stuhl fallen
ließ. Er hatte ihr im Weg gestanden und sie wollte hier raus.
Vor der Tür angekommen, atmete sie tief durch. Hier draußen bemerkte
man erst, wie stickig die Luft dort drinnen war. Die Keilerei in der
Schenke war in vollem gang. Die Geräusche bezeugten dies einerseits und
das Fenster zu ihrer linken andererseits.
Klirrend zersplitterte es und ein Elf flog auf die Straße. Wo der wohl
herkam, dachte se bei sich. Sie hatte ihn da drin gar nicht gesehen.
Zumindest fing er sich keine mehr von den Zwergen ein, die hinter ihr
wohl ganze Arbeit leisteten.
Der ortsansässige Schreiner würde sich freuen.
Sie zog ihres Weges. Das da drin, war nicht nach ihrem Geschmack und es
brachte nichts ein außer Flecken und Blessuren.
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