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Die Feuerkugel ließ die hölzerne Tür bersten, riss sie in unzählige Stücke und aus den Angeln.
Ein überraschter, erschrockener Schrei kam aus der Hütte, auf die sie nun zuging.

Sie betrat den einzigen Raum der Behausung und sah den jungen Mann, der mit Furcht zu ihr blickte. Die Angst trieb ihm den Schweiß auf die Stirn und sein Blick stellte stumme Fragen.
Kurz huschte ihr Blick umher, mögliche Gefahren suchend, doch er war allein.

„Wer...wer..seid ihr..was...wollt ihr?“
Seine Stimme zitterte, doch davon ließ sie sich nicht erweichen und auch nicht ablenken. Wenige Augenblicke später wusste sie, dass sie damit richtig handelte, denn so eingeschüchtert und hilflos er sich auch gab, so wenig war er es.

Die Luft knisterte und formte ein auf sie zurasendes Geschoss aus Eis. Mit einer Bewegung einem laut gesprochenen Wort entgegnete sie dieser plötzlichen Attacke.
Die gefrorene Kugel zerschellte an ihrem Schutzzauber, rieselte in kleinen Kristallen zu Boden.

„Der Erzmagus schickt mich, Gerdines und ihr wisst weshalb er mich zu euch sandte“.
Sareenes Stimme war kühl und emotionslos.
„Der Erzmagus...“
Die Angst in seinem Blick erneuerte sich.
„Ihr habt Unrecht begangen und nun erreicht euch die Strafe für eure Taten“
„Aber nein, ihr müsst euch täuschen. Ich habe nichts getan...ich schwöre es, ich bin...ich habe...nein, ich bin nicht der, den ihr sucht“, versicherte er und es widerte sie an, wie er wimmerte.

Wieder versuchte er sie abzulenken mit seinem Gejammer, doch sie war aufmerksam und erkannte den Zauber schon in seinem Ansatz als er ihn zu wirken begann.
Kehlig und monoton erlang die Formel aus ihrem Mund mit dem sie seinen Zauber zu Nichte machte, für einige Augenblicke seine arkane Konzentration störte. Der Gegenzauber blockierte das arkane Zentrum seines Denkens und sie schickte nun ihrerseits einen Zauber auf die Reise.

Die magische Energie hüllte ihn ein, zwang ihn zu Boden, wo er sich unter Schmerzen krümmte. Ohne Mitleid sah sie auf ihn nieder.

„So fühlt sich der Schmerz an, Gerdines! Spürst du ihn?
Schmerz, wie du ihn über diese arme Bauersfamilie brachtest, deine dir geschenkte Macht missbrauchtest aus Jähzorn und verletztem Stolz heraus. Eine Familie ausgelöscht, nur weil dich die Tochter abwies. Verbrannt von deiner Hand, du verabscheuungswürdiger Knecht deiner Gefühle“
„Ne..in...so..war..es nicht...ich schwöre....ich...habt Erbarmen...“

„Hattest du Erbarmen?“, kam die eisige Frage, die keine Antwort erwartete.
Sie konzentrierte sich und intonierte leise die Worte, die diesen Abschaum ihrer Zunft ein Ende bereiten würde.

Panik beherrschte die Stimme des jungen Adepten.
„Ich habe Gold, Maga...ich gebe euch alles...ich beschaffe euch...mehr...hört ihr...Maga?“
Die letzten Worte schrie er förmlich als er begriff, dass die Magierin ihren Zauber nicht beendete.
Sareene wandte sich um und verließ die Hütte.
Flammen schlugen bereits aus dem mit Stroh bedeckten Dach, in dem ein völlig verkohlter Körper den Ursprung des Feuers bildete.

 

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