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Die düsteren Tage waren seltener geworden. Weniger Eile und Hetzerei prägten ihren Alltag und sie genoss das Leben wieder mehr. Momente der Ruhe schenkten ihr Erholung und sie hatte sich ihre Arbeit anders eingeteilt, so dass sie nun mehr dieser Augenblicke erlebte.

Sie fühlte sich gut. Gut, wie lange nicht mehr und es war als sei eine Last von ihren Schultern genommen. Ein flüchtiges Lächeln huschte über ihre Züge. Sanft berührte die Hand das weiße Kleid auf ihrem Bett. Sie würde es später tragen, wenn sie ausging.

Kurz streifte ihr Blick die Schriftrollen auf ihrem Arbeitstisch. Sie konnten warten. Der Tag war zu schön, um ihn hier im Zimmer zu verbringen.
Heute würde sie all die Pflichten und Aufgaben einmal vergessen und nur zum Vergnügen ausgehen. Ein Gläschen Wein, ein kleines Mahl im Blauen Eremiten.

Vielleicht würde sich auch jemand zum Plaudern finden lassen. Erneut lächelte sie vor sich hin, während sie Wasser in die Waschschüssel goss und ihre tägliche Körperpflege begann. Möglicherweise traf sie auch eine der anderen aus ihrer Gemeinschaft. Sie wollte es offen lassen, was dieser Tag noch bringen würde.

 

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