< Rückwärts          Zurück          Vorwärts >

Leise fluchend schloss er die Tür

Leise fluchend schloss er die Tür. 
Es war auch zu leicht erschienen, die Fragen wegzuwischen und die Zweifel nicht zu zerstreuen, als die Hilfe kam. 
Jetzt hatte er, was er eigentlich vermeiden wollte. 
Jener Aufforderung konnte er sich nicht widersetzen. Es mochte hier vieles anders sein, als in der Heimat, aber ein elfischer Rat blieb ein elfischer Rat. Kaum anders konnte dies hier sein. Er konnte sich nicht verweigern, es ignorieren. 
Fragen wollten sie stellen und er malte sich bereits aus, welcher Art diese Fragen waren, obgleich er glaubte zu wissen, was man von ihm zu erfahren wünschte. 
Mit einem Laut des Missfallens ließ er sich in den Stuhl fallen und ein Schlag seiner Faust auf den Tisch, verlieh seiner aufkommenden Wut Ausdruck. 
Jural schadete ihm schon, noch bevor er ihn wirklich aufgespürt hatte. Jene Anhörung vor dem Rat konnte alles nur komplizieren und wer weiß, wie es ausgehen würde. Elfische Räte waren eine Sache für sich. Zuviel hatte er in der Heimat erlebt. 
Er schloss die Augen und begann sich innerlich vorzubereiten. Er wollte nicht unvorbereitet vor den Rat treten. Es galt Fragen zu beantworten, Zweifel zu zerstreuen und die Aufmerksamkeit von sich und seinem Problem aus der Vergangenheit abzulenken. Er konnte keine argwöhnischen Elfen um sich gebrauchen und am Ende noch aus eigenen Reihen die Bespitzelungen fürchten, die schon in der Heimat ein Teil des täglichen, politischen Lebens gewesen waren. 
Es galt einen Zauber zu weben, doch keinen der Magie, sondern den der Worte. Der Diplomat und Politiker erwachte in seinem Denken. Der teil, den er in seinem Leben schon immer verabscheut hatte.

 

< Rückwärts          Zurück          Vorwärts >