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Das Schleusentor lag hinter ihm und er steuerte den Jäger auf den
angewiesenen Platz der Flughalle. Noch immer war er ergriffen vom Flug,
auch wenn er recht kurz ausgefallen war. Diese Maschine wirklich zu
fliegen, nicht in einem Simulator zu sitzen, war ein unglaubliches Gefühl.
Die Station Herne Bay Prime war wie von Elster gesagt in seinem
Navsystem zu finden gewesen und der Flug hier her war ohne
Komplikationen verlaufen. Als die Cockpitkanzel sich auf sein Bedienen
des entsprechende Sensorbuttons hob, erklang ein leises Zischen. Der
Innendruck des Cockpits passte sich mit dem des Flugfeldes an.
Ein Techniker eilte heran und befestigte die Leiter an der Y-Wing.
Steven kletterte hinaus, nahm auf der Leiter den Helm ab und legte ihn
auf den Pilotensitz. Unten angekommen nickte er dem salutierenden
Techniker zu und ging Richtung Kommandantur.
Hinter ihm machte man sich bereits daran, den Jäger zu checken.
Noch auf dem Weg zur Kommandantur kam ihm eine zierliche, schlanke Frau
in Fliegerkombi entgegen. Als sie nah genug heran war, erkante er ihre
Rangabzeichen.
„Lieutenant Commander! Kadett Fewlett, Rufname Milan, ich bin hier
gekommen, um wie befohlen Waffen für meine Y in Empfang zu nehmen“,
salutierte Steven und hielt im Schritt inne, nahm Haltung an.
Blaue Augen sahen ihn prüfend an, musterten ihn geradezu unangenehm von
oben bis unten und wieder empor. Dann jedoch setzte die Offizierin ein Lächeln
auf.
„Der Neue also, verstehe“, entgegnete sie.
Steven nickte nur, wartete ab.
„Steh bequem Milan. Wir handhaben das nicht ganz so förmlich, wie
dort, wo du herkommst. Ich bin Spatz und dann wohl zuständig für die
Ausrüstung, die du hier empfangen sollst. Gehen wir rüber zum Lager
und sehen mal nach, womit wir deinem Jäger etwas mehr Wirkung verleihen
können“
Sie ging voran und kurz ertappte sich Steven dabei, wie er ihre Figur
begutachtet. Schnell richtete er den Blick auf etwas unverfänglicheres.
Dann erreichten sie das Lager und ihre Stimme, die durchaus dem Ohr zu
schmeicheln wusste, verkündete, dass er sich einmal umsehen solle.
„Ich komme später wieder, Milan. Bis dahin sucht euch aus, was ihr
braucht“
„Ja, Ma...ähm..Spatz“
Er sah ihr nach. Wieder starrte er länger als notwendig. Die enge Kombi
stand ihr wirklich gut. Vielleicht war er zu lange in keiner Bar gewesen
und die Frau, eine Vorgesetzte machte ihn nervös. Nicht den Soldaten,
sondern der Mann in ihm war empfänglich für den Anblick, den sie bot.
Dann ermahnte er sich selbst zur Disziplin und wendete sich dem zu, was
in diesem Lager aufbewahrt wurde.
Ungläubig sah er über die ersten Beschriftungen der Container.
Nomadenwaffen waren darin. Jede einzeln verpackt und das öffnen des
ersten Containers zeigte ihm, dass die Waffen in tadellosem Zustand
waren.
Zwei volle Stunden verwandte er darauf, die zukünftige Bewaffnung
seiner Y auszusuchen. Hier gab es Geschütze, Türme und Raketenwerfer,
von denen man bei den Streitkräften nur träumen konnte. Überhaupt kam
ihm alles wie ein Traum vor seit er versetzt worden war.
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